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Ursachen 2. Körperliche Über- oder Fehlbelastung

In der heutigen Leistungsgesellschaft hat jeder buchstäblich “sein Kreuz zu tragen“. So sind Rückenschmerzen häufig Ausdruck, körperlicher Über- oder Fehlbelastungen. Ständig scheint der Rücken verkrampft und schmerzgeplagt. Jede Anstrengung wird vom Rücken mit protestierenden Schmerzsymptomen quittiert. Häufig liegen in diesem Fall Funktionsstörungen vor. Dies stellt dann meist noch keinen bleibenden Schaden dar. Doch wenn man die Rückenschmerzen zähneknirschend hinnimmt, ohne dieser Warnung des Körpers Folge zu leisten, kann es durchaus zu ernsten Problemen kommen.

Wenn Rückenschmerzen bei Belastung auftreten, so ist häufig zunächst die Muskulatur betroffen. Hier kann eine Massage manchmal Wunder wirken und der Rückenmuskulatur die nötige Entspannung angedeihen lassen. Wenn auch dies nicht dauerhaft weiterhilft, kann es sein, dass durch Fehlbelastungen Nerven-Irritationen in den Wirbelgelenken entstanden sind. Fehlbelastungen sollten nach bestem Wissen vermieden werden. Aber gerade in der Arbeiterklasse, wo körperlich hart gearbeitet und schweres Gerüst geschleppt wird, treten diese Beschwerden immer wieder häufig auf – und zwar aufgrund von Fehlbelastungen. Dabei sollten doch gerade diese Berufsgruppen Wert darauf legen, sich einen gesunden Rücken zu erhalten. Sie sind schließlich schon von Berufswegen auf die Funktionalität dieser Stütze angewiesen. Und doch wird häufig aus Eile und wider besseres Wissen falsch belastet. Jeder Arbeiter weiß, dass man einen schweren Gegenstand aus der Hocke heraus und nicht durch tiefes Bücken heben sollte. Und doch wird diese Empfehlung häufig übergangen. Wer Jahr und Tag so arbeitet, wird die Quittung von seinem Rücken bekommen! Hier ein Beispiel: Wenn 50 Kilogramm Gewicht aus der Hocke heraus aufgehoben werden, wirken Kräfte auf den Lendenwirbelbereich, die einer Last von 206 Kilogramm entsprechen. Eine ordentliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Beine unterstützend mitwirken. Hebt man diese 50 Kilogramm, indem man sich bückt, dann geschieht dies völlig zu Lasten des Rückens. Die Belastung auf den Lendenwirbelbereich entspricht dann 727,8 Kilogramm! Mehr als dreimal so viel! Eine andere Fehlbelastung kann auftreten, wenn eine Last getragen wird und man den Oberkörper gleichzeitig dreht.

Fehlbelastung führen in ungünstigsten Fällen zu Schäden, die immer wieder Probleme machen können. Prominentestes Beispiel: der Bandscheibenvorfall.

Verantwortlich für Überlastungen des Rückens können mehrere Dinge sein. So sind manche Sportarten besonders belastend für den Rückenbereich. Insbesondere solche, die dort Kraft und Dynamik abverlangen. Einseitige Dauerbelastung des Rückens können ebenfalls Beschwerden machen. Das trifft beispielsweise auf einseitige Belastungen zu (stehende Tätigkeit -> Fließbandarbeit). Aber auch sitzende Tätigkeiten (Büroarbeit oder Fernfahrer beispielsweise) kann einseitig belastend wirken. Ein weiterer Faktor für Überlastung ist gegeben, wenn unter schlechten räumlichen und/oder klimatischen Bedingungen rückenintensiv gearbeitet wird (beispielsweise im Kühlhaus).

Körperlich bedingte Rückenschmerzens sind also nicht selten das Produkt eigenen Fehlverhaltens. Je frühzeitiger dies erkannt wird, umso besser. Frühe Prävention und kritisches Hinterfragen der eigenen Verhaltensweisen, egal ob an der Arbeit oder bei sportlicher Betätigung, kann schon Abhilfe leisten, ehe chronische Rückenprobleme zum Handeln zwingen. Koordinierte Bewegungsabläufe in der Belastung, ein angemessenes Maß an Entspannung, richtige Ernährung, ergonomische Sitzmöbel im Büro – all dies wird dem Wohl des eigenen Rückens zuträglich sein.

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