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Prävention 1. Sport/ gezieltes Training

Tendenziell stabilisiert Sport den Rücken, sowie Sport dem Organismus im Allgemeinen zuträglich ist. Jedoch gilt auch hier: Gewusst wie! Das bedeutet, dass man sich – je nach Intensität der Sportart – ausreichend aufwärmt. Entsprechende Dehnübungen können ebenfalls von Nutzen sein. Allerdings nur bei wirklich koordinierter Anwendung und ohne sich zu überdehnen. Natürlich ist nicht jede Sportart gleichermaßen für Menschen mit Rückenschmerzen oder Neigung zu Rückenschmerzen zu empfehlen. Manche Sportarten bieten viel mehr Fehlerquellen und können so unter Umständen mehr schaden als nutzen. So ist Gewichtheben für jemanden, der vorgeschädigt ist oder aktuell mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat, völlig ungeeignet. Und wer sich mit Gewichtheben fit hält, sollte auf korrektes Aufwärmen (auch zwischen den Übungen, wenn länger trainiert wird) und korrekte Technik achten.

Als geeignete Sportart kann das Laufen gelten. Läufer erwerben sich nicht nur eine bessere Kondition und stärkere Beinmuskulatur. Sie leiden auch erheblich seltener an Rückenschmerzen. Das liegt daran, dass der Rücken beim sportlichen Laufen stabilisiert wird, da man ja schließlich aufrecht läuft, um ein Optimum an Balance zu garantieren. Zudem wird die Bauchmuskulatur, als Gegenspieler und ausgleichende Kraft zum Rücken, gleich mittrainiert. An und für sich kann jeder mit gelegentlichen Rückenschmerzen das Jogging nutzen, um diese Beschwerden in Luft aufzulösen. Gedämpfte Laufschuhe lindern des Weiteren auch noch den Erschütterungsmoment, der beim Auftreten auf den Rücken wirkt.

Schwimmen zählt ebenfalls als geeignete Sportart bei Rückenbeschwerden. Aber Vorsicht! Da Rückenschmerzen häufig im unteren Lendenbereich liegen, ist (in einem solchen Fall) eindeutig das Rückenschwimmen zu empfehlen, denn dabei nimmt die gesamte Wirbelsäule eine gerade Haltung ein. Brustschwimmen kann unter Umständen Beschwerden machen, da dann die Wirbelkörper im unteren Lendenbereich gedehnt werden. Hier sollte man erst einmal erproben, inwieweit man mit dem Brustschwimmen klar kommt, ohne anschließend Schmerzen zu haben.

Ein gezieltes Training für den Rücken ist die klassische Rückenschule. Die Rückenschule wird vielerorts von Sportvereinen oder auch in Fitnesscentern als Kurs geboten. Die Kursleiter müssen nach entsprechenden Richtlinien geschult sein, um einen Kurs, der als Rückenschule zertifiziert ist, führen zu dürfen. Außerdem gibt es auch einiges an Literatur zum Thema “Rückenschule“. Ziel der Rückenschule ist es, den Geschulten für rückenfreundliche Körperhaltung zu sensibilisieren und eigenes Fehlverhalten zu erkennen. Durch bewusstes Erlernen, praktisches Anwenden und Zuhilfenahme der Selbstbeobachtung soll man somit in die Lage versetzt werden, den eigenen Alltag rückenfreundlich zu gestalten. Eine dahin gehende Umstellung der Lebensweise wird angestrebt. Außerdem werden verschiedene Übungen vermittelt und angewandt, die die relevanten Muskelgruppen stärken. Es werden auch verschiedene Entspannungstechniken vermittelt. Die Rückenschule eignet sich sowohl als Instrument der Prävention, als auch zur Rehabilitation Vorgeschädigter. Die Erfolgsquote ist enorm! Deshalb werden Rückenschulen mittlerweile auch mit bis zu 80 Prozent von den Krankenkassen bezuschusst. So können insbesondere Menschen mit chronischen Beschwerden von der Rückenschule profitieren. Aber auch als Mittel der Prävention ist die Rückenschule nicht zu verachten.

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